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PFLANZENHEILKUNDE / SPAGYRIK

Die Phytotherapie bzw. Pflanzenheilkunde ist eines der ältesten Therapieverfahren. Sie stützt sich auf Erfahrungen, die die Menschen seit Jahrhunderten, wenn nicht Jahrtausenden gesammelt und überliefert haben.

Um die Phytotherapie jedoch auch auf eine wissenschaftlich fundierte Basis zu stellen, wurde in den Siebziger Jahren die Kommission E als Zulassungskommission für pflanzliche Arzneimittel gegründet. Daraus entstanden die bis heute gültigen Monographien, welche als Grund­lage für die Neuzulassung pflanzlicher Arzneimittel gelten.

Die Natur bietet eine unglaublich große Fülle an Pflanzen, die zur Heilung oder Linderung vieler Krankheiten eingesetzt werden können. Nicht umsonst sagt man: „Gegen jedes Leiden ist ein Kraut gewachsen“. Heilpflanzen sind sogenannte Vielstoffgemische, d.h. sie enthalten verschiedene Wirkstoffe, z.B. Gerbstoffe oder Flavonoide. Ihre Wirkung ergibt sich aber aus der Summe aller ihrer Inhaltsstoffe.

Die häufigste Anwendung ist sicher die Teerezeptur. Sie kann nach gründlicher Anamnese ganz individuell auf den Patienten abgestimmt werden. Es kommen aber auch Tinkturen, Extrakte, Salben und Öle zum Einsatz. So kön­nen z.B. Trockenextrakte zu Kapseln, Säften oder Dragees weiterverarbeitet werden, die dann eine standardisierte Menge an entsprechender Substanz enthalten.